Da BSAC für die Basis noch unbekannt war, sollten wir unserem Guide zunächst unser Können unter Beweis stellen. Dazu waren als erstes zwei Landtauchgänge in Gahlendorf geplant. Hier galt es neue Herausforderungen wie Auftrieb in Salzwasser, Strömung und den Einstieg über den Strand zu überwinden. Widererwarten mussten wir also feststellen, dass sogar in der Ostsee 2 bis 3 Kilo mehr Blei nötig sind und man trotz Flossen kaum Chancen gegen die Strömung hat.

Nachdem bei dem ersten Tauchgang also alles sehr ungewohnt war, hatten wir uns bei dem zweiten schnell an die Umstände gewöhnt und konnten so bei einer Tiefe von maximal 6 Metern, vieles entdecken. Es gab viele interessante Steinformationen, Krebse, Seenadeln, Kleinfische und Seesterne zu sehen. Als Tauchanfänger ist dieser Ort ideal, um sich an die ungewohnte Situation zu gewöhnen und dennoch einiges sehen zu können.

Neue Herausforderungen und Krebskämpfe

Nach Rücksprache mit dem Guide, der von unserer Ausbildung begeistert war, beschlossen wir einen Drift unter der Fehmarnsundbrücke zu machen. Hier gab es wieder eine neue Herausforderung: Der Einstieg vom Boot. Doch da wir auch hierauf bei unserer Ausbildung mit ähnlichen Übungen vorbereitet wurden, war es ebenfalls kein Problem. Unter Wasser hatte Nele anfangs kleine Probleme mit der Strömung doch als sie ruhig wurde und sich von der Strömung treiben ließ, konnten wir uns auf einer Tiefe von maximal 6 Metern ganz auf die zu sehenden Sachen konzentrieren. Hier gab es ebenfalls viele Seesterne und Kleinfische. Auch interessant fanden wir die Geräusche der Motorboote, die über uns auf dem Wasser fuhren und den plötzlich aufgetauchten dunklen Schatten der Brücke. Besonders spannend waren aber die zu beobachtenden Kämpfe der Krebse.

Erster Wracktauchgang

Da auch dieser Tauchausflug gut funktionierte beschlossen wir am nächsten Tag einen Wracktaugang zu wagen. Es ging also mit dem Boot zur La Belle. Ein kleines Segelschiff, welches auf einer Tiefe von 17 Metern zu finden ist. Dort waren ebenfalls wieder viele Kleinfische und große Seesterne zu sehen. Ebenfalls konnten wir in den Luken des Wracks einige große Dorsche entdecken, welche etwa einen halben Meter groß waren. Der 2009 gesunkene Segler ist in einem guten Zustand und hat das Segel noch aufgeplustert vor sich liegen. Ebenfalls konnten wir eine Werkzeugkiste mit Hammer und Zangen finden, welche ebenfalls noch in einem recht guten Zustand ist. Für uns Tauchanfänger also ebenfalls ein spannendes und aufregendes Abenteuer.

Zu viel Strömung

Als letzter Ausflug war ein Tauchgang bei dem Wrack Docktor geplant. Voller Vorfreude auf das 100 Meter lange Wrack machten wir uns also wieder mit dem Boot auf den Weg. Vor Ort mussten wir allerdings feststellen, dass die Strömung viel zu stark für einen Tauchgang war, da selbst die erfahrenen Taucher, welche mit uns auf dem Boot waren sofort weggetrieben wurden. Da unser Guide uns jedoch nicht komplett ohne Tauchgang zurück schicken wollte, beschloss er kurzer Hand einen Alternativtauchgang bei der Prahm.

Nach kurzem Briefing auf dem Boot ging es also runter zu dem 15 Meter tiefen Schwimmkörper. Hier waren bei einer Länge von 25 Metern ebenfalls wieder viele Seesterne und große Dorsche zu sehen. Besonders vorsichtig mussten wir jedoch bei den Ködern der Angler sein, welche sich am Wrack verheddert hatten. Dies war mit Guide jedoch auch kein Problem. Für uns Tauchanfänger war es also ein spannendes und aufregendes Abenteuer und der Urlaub für nächstes Jahr ist schon in Planung.

Heidetaucher e.V.